Was macht eigentlich ein A&R Manager…?? | Teil 2

Was ist ein „A&R“ – und was machst du denn eigentlich genau als A&R Manager?

A&R steht für Artist (Künstler) & Repertoire. Er ist folglich der zuständige Ansprechpartner & Verantwortliche für neue Musikaufnahmen in einem Musikunternehmen.

Der A&R Manager ist im Idealfall das „Trüffelschwein“, der Talent-Finder, der Künstler nicht nur nach seinem persönlichen Gusto, sondern für den Erfolg der Firma, die ihn angestellt hat, unter Vertrag nimmt – und gleichzeitig auch Mittler bzw. Vermittler zwischen Künstler und Firma sein muss. Er muss einerseits das Potential von Künstlern erkennen, richtig einschätzen und ein Gefühl für den kommenden Trend haben. Diesem also in gewisser Weise ein paar Schritte „voraus“ sein bzw. ihn früher als andere erkennen, und gleichzeitig in der Lage sein, den Künstler „zu verstehen“ und zur Mitarbeit auf dem Weg zum Erfolg ermuntern. Ihn also für die Vermarktung seiner Musik in der Weise gewinnen, wie es für den Erfolg des Projekts für beide Partner erforderlich ist.

… “Anwalt” spielen …?

Gleichzeitig muss er gegenüber der Firma Anwalt des Künstlers sein, der in der Lage ist, das Besondere des Künstlers dem Team nahe zu bringen, um dieses zu motivieren. Wie es jeder aus dem Privatbereich kennt, sind die Musikgeschmäcker verschieden. Und da der A&R seiner Zeit einen Tick voraus sein muss, muss er gleichzeitig ein sehr guter Kommunikator sein. Sowohl gegenüber dem Künstler, als auch gegenüber der Firma. Denn ohne überzeugende „In-House-Promotion“ sterben viele potentiell erfolgreiche Künstler-Projekte oft schon, bevor sie überhaupt mit der erforderlichen Maßnahmen auf die Straße gebracht wurden, weil „das Thema“ nicht gut vermittelt wurde.

Ein Vertrieb handelt anders, als ein Label …

Bei einem Vertrieb liegt der Fall ein wenig anders, da ein Vertrieb ja „nur“ von einem Label eine fertig produzierte & vermarktete Tonproduktion zum „Vertrieb“ in den Handel erhält, also eine fertige „Aufnahme“ – ein „Recording“ für den „Release“. Der Vertrieb erhält folglich nur das Recht, ein fertiges Produkt in digitaler Form in den digitalen Handel (iTunes / Apple Music, Spotify, Amazon, Deezer etc.) & als CD, DVD, Vinyl in den physischen Handel zu bringen. Dort platziert er sie dann bei Media Markt, Saturn, Müller etc., aber auch Versandhandel wie Amazon gut zu platzieren.

Was macht folglich der A&R in einem Vertrieb?

Nun, anstelle von einzelnen Künstlern, kontaktiert der A&R vor allem Labels, die wiederum ein Cluster von Künstlern unter Vertrag haben. Der A&R analysiert folglich bei einem Vertrieb anstelle von einzelnen Künstlern nun ganze Musikfirmen, die Tonaufnahmen vermarkten und dafür einen Vertrieb brauchen, der die Veröffentlichungen in den digitalen oder physischen Handel bringen.

Fun Fact …

Der Begriff „Label“ kommt übrigens aus dem Englischen und bedeutet eigentlich „Aufkleber“. Diese Aufkleber markierten das Eigentumsrecht an der Aufnahme. Da Tonaufnahmen früher physisch auf einem „Master-(Ton-)Band gespeichert waren, stellte der Aufkleber klar, wem welches „Recording Tape“ in den Presswerken & Aufnahme-„Master“-Studios gehörte. Label bezeichnet folglich den Eigentümer an einer Musikaufnahme.

… weiter geht’s im 3. Teil des Interviews …

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